Juni 2007
Scientology unterwandert die Hausaufgabenhilfe
Nach Erkenntnissen von Lehrerverbänden versucht Scientology zunehmend über Nachhilfe-Unterricht Einfluss auf Schüler und Eltern zu nehmen. Bayerns Innenminister Günther Beckstein warnt: "Jugendliche drohen in die Fänge von Scientology zu geraten".Bundesweit gibt es 30 bekannte Institute mit Verbindungen zu der umstrittenen Psychosekte. Dazu kommen nach Ansicht von Experten weitere 60 bis 80 Tarnorganisationen. Politiker mahnen Eltern deshalb zu mehr Wachsamkeit. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) will Scientology stärker als bisher vom Verfassungsschutz überprüfen lassen....[mehr] Aus Welt-Online 30.Mai 2007
April 2007 Tchibo schockt Nachhilfe-Institute
Schülern werden 24 Stunden Unterricht für 49,90 Euro angeboten. Einrichtungen mahnen zur Qualität "Florentine Anders und Nicole Dolif"Die Ankündigung des Kaffeerösters Tchibo, von Donnerstag an kostengünstige Nachhilfestunden für Schüler anzubieten, sorgt bei Berliner Nachhilfe-Instituten für Empörung. Zwei Wochen lang werden neben Kaffee und Haushaltswaren zwölf Doppelstunden beim Studienkreis Nachhilfe zum Dumpingpreis von 49,90 Euro angeboten. "Ich frage mich, was das für Unterricht sein soll", sagt Kathrin Kosiek von "Keep School". "Nachhilfe soll in erster Linie nicht billig sein, sondern etwas bringen."Auch bei der Unterrichtsvermittlung "Connect" wird die Aktion als "zweifelhaft" empfunden. "Ich halte dieses Angebot für nicht sinnvoll", sagt Michael Kammel von Connect, "die Schüler sollen bei der Nachhilfe ja schließlich etwas lernen. Und Qualität hat ihren Preis." Connect vermittelt Nachhilfelehrer für alle Fächer. 60 Minuten Einzelunterricht kosten zehn Euro. "Es ist schon schwierig genug, gute Lehrer zu finden, die für zehn Euro die Stunde arbeiten", sagt er. Ihm sei nicht klar, wo der "Studienkreis Nachhilfe" Lehrer herbekomme, die zu diesen Dumpingpreisen arbeiten. [..mehr] Aus der Berliner Morgenpost vom 21. Februar 2007
Nachhilfe - Vom Mitschüler
bis zu großen Instituten // Quelle: APA-ZukunftWissen
Das nächste Zeugnis soll wieder besser werden - diesen
Entschluss fassen viele Schüler über die Winter
oder Sommerferien. Bleibt die Frage, wie das Geld am besten
angelegt ist, denn das Angebot vom Klassenkameraden bis hin
zu Nachhilfeinstituten ist enorm. Experten haben einige Ratschläge
für die Entscheidung. Die Nachrichtenagentur AFP
gibt einen Überblick:
Wann ist Nachhilfe sinnvoll?
Experten sind sich einig, dass Nachhilfe nur eine Ausnahme
in besonderen Situationen sein sollte. Sie sei sinnvoll, "wenn
es sich um ein vorübergehendes Problem handelt",
sagt der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter
Meidinger. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein
Schüler wegen einer Krankheit länger gefehlt hat.
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus,
hält Nachhilfe dagegen für "völlig unsinnig",
wenn damit ein Jugendlicher über Jahre hinweg zum Abitur
gebracht werden soll. Zudem sollte sich der Zusatzunterricht
seiner Ansicht nach höchstens auf ein oder zwei Fächer
beschränken. Ist er in mehreren Fächern notwendig,
rät Kraus eher zur Wiederholung des Schuljahres oder
gar zu einem Schulwechsel.
Wie finde ich den richtigen Nachhilfelehrer?
Die eigenen Eltern sind nach den Erfahrungen der Aktion Bildungsinformation
(ABI) "oft die schlechtesten Nachhilfelehrer". So
sei etwa das Verhältnis zu ihren Kindern emotionaler
als das eines externen Nachhilfelehrers zum Schüler,
erklärt der auf Bildungsfragen wie Nachhilfe-Unterricht
spezialisierte Verein. Bei der Suche nach dem richtigen Lehrer
sind nach Ansicht Meidingers die Erfahrungen anderer Schüler
oder Eltern das Wichtigste. Der Verein ABI rät ebenfalls,
möglichst auf Empfehlungen von Lehrern oder Mitschülern
zu setzen. Lehrerverbandspräsident Kraus hält es
grundsätzlich für positiv, wenn sich Kinder oder
Jugendliche von älteren Mitschülern auf die Sprünge
helfen lassen. Schüler sprächen untereinander auf
Augenhöhe, und der Nachhilfeschüler habe den Mut,
"auch die dümmsten Fragen zu stellen", sagt
Kraus.
Worauf sollte bei Nachhilfe - Instituten geachtet
werden?
Sollte die Wahl doch auf einen professionellen Anbieter fallen,
warnen Experten vor allem vor langfristigen Verträgen.
Im Idealfall sollte es möglich sein, den Vertrag monatlich
zu kündigen. Eltern sollten zudem nach der Qualifizierung
der Lehrkräfte fragen, bevor sie ihr Kind anmelden. Eine
Probestunde könnte zusätzlich für einen seriösen
Anbieter sprechen. Die Gruppen sollten auch nicht zu groß
sein. Bei mehr als sechs bis acht Schülern sei Nachhilfe-Unterricht
nicht mehr effektiv, sagt Meidinger.
Wie viel kostet Nachhilfeunterricht?
Jährlich geben österreichische Eltern fast 140 Millionen
Euro für Nachhilfe aus. Oberstufenschüler nehmen
laut Kraus acht bis zehn Euro pro Stunde. Bei Studenten liegt
der Preis dem Beratungsverein ABI zufolge mit acht bis 13
Euro auf einem ähnlichen Niveau. Lehrer nehmen demnach
elf bis 16 Euro. An Instituten hält der Verein bei Einzelstunden
Preise von bis zu 20 Euro für angemessen. Private Nachhilfe
kostet, mehr als noch im Vorjahr, zwischen 10 und 30 Euro
in der Stunde. Dabei zeigt sich, dass die Preisdifferenz durch
die unterschiedlichen Qualifikationen zu Stande kommt. Die
Konsumentenschützer raten, „nach Qualifikationen,
Ausbildung und Erfahrungen des Nachhilfelehrers zu fragen“.
Quelle: APA-ZukunftWissen
Defizite beim Fremdsprachenunterricht
Angebot für Grundschule noch nicht ausreichend - Große
Qualitätsunterschiede zwischen Ländern
Berlin - Beim Fremdsprachenunterricht in der Grundschule
haben einige Bundesländer noch immer Nachholbedarf. Nach
einer neuen, der WELT vorliegenden Studie des Vereins "Kinder
lernen europäische Sprachen" (KLES) ist der Fremdsprachenunterricht
inzwischen zwar in allen Ländern eingeführt worden,
doch sind dabei gravierende qualitative Unterschiede festzustellen.
So habe etwa Schleswig-Holstein als einziges Bundesland eine
flächendeckende Versorgung nicht realisiert, obwohl dies
bereits für das Schuljahr 2003/04 vorgesehen gewesen
sei. .....[...mehr].
Zehn Ideen für eine bessere
Schule
Es gibt auch Reformen, die wenig kosten und sich schnell
umsetzen lassen. Hier ein paar Vorschläge, damit das
nächste Schuljahr besser wird
Ein Bildungsplan für jeden Schüler
Ursula Walther, stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats
Aus dem Zeugnis erfahren Schüler nur, in welchen Fächern
sie besser oder schlechter sind als der Rest der Klasse. Wie
sie effektiver lernen, steht dort nicht. Daher bin ich für
einen individuellen Bildungsplan, der Stärken und Schwächen
der Schüler auflistet und konkrete Schritte beschreibt
– für Eltern und Schüler, aber auch für
Lehrer. Ihr Job ist es schließlich, die Schüler
zum Erfolg zu führen. Den Plan könnten Schüler,
Eltern und Lehrer gemeinsam aufstellen und unterschreiben,
damit sich alle dran halten, Kinder wie Erwachsene. Wenn Lehrer
dafür andere Aufgaben weglassen dürften, etwa das
Schreiben von Zwischenzeugnissen, wäre so ein Bildungsplan
keine zusätzliche Belastung. Doch der pädagogische
Gewinn wäre enorm....[...mehr]
Die Wahrheit über "PISA"
Test: Deutsche Fünftklässler versuchten, finnische
Abituraufgabe zu lösen. Mit einem überraschenden
Ergebnis
Hamburg/Kiel - Die PISA-Studie 2001 hat in
Deutschland tiefe Wunden hinterlassen. Im internationalen
Vergleich schafften die rund 5500 ausgewählten 15-jährigen
Schüler nur Platz 21, sechs Plätze hinter den USA.
Die Finnen dagegen beeindruckten mit einem dritten Platz.
Das Ergebnis spaltete die Nation. Nicht alle wollten das weltweit
festgeschriebene Resultat so akzeptieren. Unverständnis
auch bei Gymnasiallehrer Henning Legell (61): "Ich kann
die Ergebnisse der PISA-Studie nicht nachvollziehen. Viele
meiner Schüler, die Auslandsaufenthalte unternommen haben,
kommen wieder und beschweren sich darüber, dass der Unterrichtsstoff
in anderen Ländern viel zu leicht sei."
28.08.2008 JETZT HANDELN
Der Endspurt bis zu den nächsten Zeugnissen hat begonnen, knapp ein Monat bleibt den Schülern um eventuell noch eine Veränderung in ihren Noten zu erreichen. [mehr]